Brand – Anforderung Drehleiter

Die Anfahrt  wurde noch auf dem Weg zum Einsatzort abgebrochen. Es war kein Einsatz für die Feuerwehr Gerolzhofen erforderlich.

ABC – auslaufender Kraftstoff (z.B. Benzin, Diesel)

Nachalarm für Spezialgerät der Freiwilligen Feuerwehr Gerolzhofen: Am Sonntagabend gegen 17:00 Uhr erreichte Uns die Einsatzanforderung des Rüstwagens, um in der Donnersdorfer Hauptstraße eine große Menge Kraftstoff umzupumpen.

An der Schadensstelle eingetroffen, erfasste der Zugführer die Lage beim örtlichen Einsatzleiter. In einem Kurvenbereich verlor ein PKW-Anhänger-Gespann eine mobile Tankanlage mit einer großen Menge Dieselkraftstoff. Den durch das umstürzen ausgelaufenen Kraftstoff band die Feuerwehr Donnersdorf bereits ab und verhinderte das weitere Eindringen in Erdreich und Kanalisation.

Da eine Beschädigung des Transportbehälters nicht ausgeschlossen werden konnte, förderte die Feuerwehr Gerolzhofen mit einer speziellen, druckluftbetriebenen Umfüllpumpe ca. 600 Liter Diesel und eine kleinere Menge Ad-Blue in Fässer um.

Nach Rücksprache mit der Polizei verlud man die Behältnisse zum sicheren Transport auf die Ladefläche des TSF-Logistik der Gerolzhöfer Wehr, um sie sicher aus dem öffentlichen Verkehrsraum zu einer Spezialfirma zu transportieren.

THL – VU mehrere PKW, Personen eingeklemmt

Alarm für die Rüstfahrzeuge der Feuerwehr Gerolzhofen. Um 09:53 Uhr entsandte die ILS Schweinfurt die freiwilligen Feuerwehren aus Gerolzhofen, Dampfach (Landkreis Haßberge), Donnersdorf, Grettstadt und Pusselsheim zu einem Verkehrsunfall mit mehreren PKW und eingeklemmten Personen.

Gemeldet war die Einsatzstelle zwischen Donnersdorf und Pusselsheim. Dies bestätigte sich nach Erkundung durch die ersteintreffenden Feuerwehren nicht. Ein Führungsdienst der Feuerwehr des Landkreises Schweinfurt machte die Einsatzstelle an der Abzweigung Richtung Dampfach zwischen Donnersdorf und Steinsfeld aus.

Vor Ort eingetroffen bestätigte sich die Erstmeldung glücklicherweise nicht. Es kam zu einer Kollision von zwei PKW mit Verletzten, jedoch war keine Person mehr im Fahrzeug eingeklemmt.

Sofort wurde die Fahrbahn abgesperrt und die Unfallstelle gesichert. Die Feuerwehren übernahmen den Brandschutz und unterstützten den Rettungsdienst bei Versorgung der Patienten. Auslaufende Betriebsstoffe nahm man mit Bindemittel auf.

THL – Wohnhausbrand nach Gasexplosion

Ein lauter Knall erschütterte am Sonntagabend ein Wohngebiet in Dingolshausen. Ein Gasherd in einem Wohnhaus hatte eine Explosion ausgelöst, in deren Folge ein Teil der Hauswand eingestürzt und benachbarte Räume in Brand geraten waren.

Die heraneilenden Anwohner verständigten über die 112 die Integrierte Leitstelle in Schweinfurt. Diese löste Großalarm für die Wehren im südlichen Landkreis aus. Auch wir rückten mit drei Löschfahrzeugen (HLF 40/1, LF Kats 41/1, TLF 21/1), unserer Drehleiter(30/1), dem Rüstwagen (61/1) sowie unserem Einsatzleitwagen (12/1) nach Dingolshausen aus und begannen kurz nach der örtlichen Feuerwehr die Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz. Glücklicherweise hatten sich beide Bewohner des Hauses zu diesem Zeitpunkt bereits retten können.

Da sich bereits deutliche Risse im Mauerwerk des Zweifamilienhauses zeigten, konnte der Löschangriff nur von außen durchgeführt werden, weil ein sicheres Betreten des Hauses nicht mehr möglich war. Hier war im Besonderen unsere Drehleiter von großem Nutzen, vor allem als im Verlauf des Einsatzes der erste Stock sowie der Dachstuhl durchzündeten und ebenfalls im Vollbrand standen. Aus diesem Grund wurde zu diesem Zeitpunkt auch Alarm für die Feuerwehr Gochsheim ausgelöst, die später ebenfalls mit ihrer Drehleiter bei den Nachlöscharbeiten unterstützten.

Über den Verlauf von sieben Stunden wechselten sich Trupp für Trupp unter Atemschutz ab um die teils extrem kräftezehrenden Lösch- und später Nachlöscharbeiten durchzuführen. Unser TSF-Logistik (44/1) brachte stetig frische Klamotten und Atemschutzflaschen an die Einsatzstelle, um die teilweise mehrfach vorgehenden Trupps neu ausrüsten zu können.

Neben unserer und der Ortswehr waren noch die Feuerwehren aus Werneck, Donnersdorf, Bischwind, Frankenwinheim, Lülsfeld, Michelau, Gochsheim, Sulzheim und Zeilitzheim im Einsatz. Unterstützt wurden wir vom THW aus Gerolzhofen und Schweinfurt, sowie dem Rettungsdienst und der Schnelleinsatzgruppe (SEG) Versorgung des BRK, die uns dankenswerterweise mit heißem Kaffee und später einer warmen Suppe die Nacht über versorgten. An dieser Stelle auch ein Danke an die örtliche Pizzeria und die Anwohner, die sich ebenfalls um unsere Verpflegung kümmerten. Insgesamt waren laut ILS Schweinfurt 226 Helfer im Verlauf der Nacht im Einsatz, davon alleine über 40 aus Gerolzhofen.

Brand Strommast

Am Montag Nachmittag wurden wir zum zweiten mal an diesem Tag alarmiert. Diesmal zu einem gemeldeten Brand eines Strommasts. Da der Anfrufer den Mast nur von weitem gesehenen hatte und die genaue Position nicht angeben konnte, begannen mehrere Feuerwehren mit der Suche nach dem Brand.

Es stellte sich dann allerdings schnell heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Eine Firma war im Bereich Donnersdorf damit beschäftigt, die Hochspannungsmasten zu reinigen. Der aufsteigende Wassernebel war vom Anrufer für Rauch gehalten worden.

B4 – Brand Dachstuhl

In der Nacht der Sommersonnenwende wurden wir um 3 Uhr aus unseren Betten geholt. Es ging nach Falkenstein, wo sich ein Wohnhaus im Vollbrand befinden sollte. Bereits auf Anfahrt konnten wir, auf dem Weg von Gerolzhofen nach Mönchstockheim, den Feuerschein am Nachthimmel erkennen.

Vor Ort stellten wir unsere Drehleiter auf und begannen mit einem massiven Löscheinsatz über den Wasserwerfer aus dem Korb. Gleichzeitig rückte unser Tanklöschfahrzeug über eine Wiese an der Gebäuderückseite an das Feuer heran und begann von dort mit der Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz. Simultan begannen weitere Kräfte damit das Feuer aus Seite der Falkensteiner Kirche anzugreifen, um ein Übergreifen auf das historische Bauwerk zu verhindern.

Ein Ausbreiten des Feuers, dass bei unserem Eintreffen bereits einen großen Teil der hölzernen Dachkonstruktion des Hofes zerstört hatte, auf die baulich direkt angrenzenden Nachbargebäude konnte so verhindert werden.

Da das Hydrantennetz in Falkenstein einen derartig massiven Wassereinsatz nicht tragen konnte, legte unser Schlauchwagen eine lange Schlauchverbindung zurück nach Donnersdorf von wo aus wir aus zwei Seen Löschwasser an die Einsatzstelle pumpten.

Über den gesamten Einsatzverlauf führten unsere Atemschutzträger im Wechselbetrieb die Brandbekämpfung sowohl aus dem Korb der Drehleiter als auch weiter vom Boden aus durch.

Um die Atemschutzträger vor Ort zu entlasten und auszutauschen wurde am Sonntagmorgen erneut Alarm für sowohl unsere Wehr als auch die Feuerwehr aus Grettstadt  ausgelöst, woraufhin sich weitere Kameraden auf zur Einsatzstelle machten.

Gemeinsam mit den gut 200 weiteren Einsatzkräften konnten wir so das Feuer löschen, auch wenn sich die Nachlöscharbeiten noch über die Morgenstunden bis in den Mittag hinein weiter zogen.

Nach gut 8,5 Stunden rückten wir wieder ins Gerätehaus ein und machten uns daran, unsere Fahrzeuge und Geräte wieder einsatzbereit zu machen. So waren es am Ende gut neun Stunden die wir für die Allgemeinheit im Einsatz waren.

Waldbrand

Am frühen Freitagnachmittag wurden wir nach Prüßberg alarmiert. Dort war, ausgelöst durch einen Mähdrescher, zunächst ein Feld und dadurch auch der angrenzende Wald in Brand geraten. Durch den Einsatz von zahlreichen wasserführenden Fahrzeugen und die massive Unterstützung von Landwirten mit Wasserfässern konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers  und so ein kapitaler Waldbrand verhindert werden. Der Einsatz zog sich auf Grund zahlreicher Glutnester im Waldboden über mehrere Stunden hin.