‚First Responder‘ – Etablierung einer Ersthelfergruppe bei der Feuerwehr Gerolzhofen

Getreu dem Motto der Feuerwehren, werden Wir zukünftig Unser Tätigkeitsumfeld im Bereich der Rettung verstärken!

Bei der Feuerwehr Gerolzhofen wird eine Ersthelfergruppe, ein sogenannter ‚First Responder‘ etabliert.

Ziel des First Responders (= Ersthelfer) ist es, im Vorfeld des Rettungsdienstes, sofern die Rettungsmittel in Gerolzhofen bei einem anderen Einsatz gebunden sind, Erste-Hilfe-Maßnahmen zu ergreifen. Hierbei soll das versorgungsfreie Intervall bis zum Eintreffen des nächstgelegenen Rettungsdienstfahrzeuges minimiert werden.

Bei medizinischen Notfällen kommt es oft auf jede Minute an. Beispielsweise im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstandes kann schnelle und qualifizierte Erste-Hilfe überlebenswichtig sein.

Durch das schnelle Eintreffen der First-Responder-Helfer wird bereits nach wenigen Minuten mit lebensrettenden Maßnahmen begonnen, um die Erfolgsaussichten für die nachfolgende Behandlung des Patienten zu verbessern. Die qualifizierten Helfer unterstützen den Rettungsdienst im weiteren Einsatzverlauf.

Aktuell befinden Wir Uns in der Planungsphase für die Personalausbildung zusätzlich zu den bereits vorhandenen 12 Sanitätern und den Fahrzeugausbau/Materialbeschaffung. Das rein ehrenamtliche, nicht verrechenbare Projekt wird über Spenden finanziert.

In den kommenden Wochen informieren Wir hier und über die lokalen Medien über den Planungsstand!

Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gerolzhofen – Führung der Einsatzdienste neu aufgestellt

Zur jährlich stattfindenden Generalversammlung lud die Freiwillige Feuerwehr Gerolzhofen ihre Mitglieder/Innen in die Fahrzeughalle des Gerätehauses ein, die dem Aufruf zahlreich folgten. Turnusgemäß standen auch die Wahlen einer neuen Führungsspitze an. Amtierender, erster Kommandant Roland Feller und sein Stellvertreter Stefan Hauck stellten sich nach 12 Jahren Amtszeit nicht mehr zur Wahl.

Vor der Durchführung der Wahlen berichtete der erste Vorstand des Feuerwehrvereins, Berthold Möslein, über die Vereinsaktivitäten des letzten Jahres. Mit Fahrzeugen, Personal und einer Spende unterstützte die Feuerwehr Gerolzhofen das Aktionsbündnis ‚Wir helfen Rech‘, bei dem Firmen und Feuerwehren aus dem Landkreis Schweinfurt ein Fest für die Einwohner der von der Flutkatastrophe größtenteils zerstörten Ortschaft Rech im Rheinland ausrichteten.
Trotz der anhaltenden Pandemie galt es im vergangenen Berichtsjahr, das Vereinsgebäude sowie die Einsatztechnik auf dem aktuellen Stand zu halten. So beschaffte der Feuerwehrverein einen neuen Mannschaftstransportwagen sowie Fitnessgeräte und eine Musikanlage für den Sportraum im Vereinsheim.

Erster Kommandant Roland Feller ergänzte die Ausführungen um die Ereignisse in der aktiven Wehr. Um die Einsatzbereitschaft sicher zu stellen, trainierten die Feuerwehrfrauen und -Männer insgesamt 3180 Stunden. Die Ausbildung und das Wissen waren dann bei 122 Einsätzen, von denen 88 im Stadtgebiet Gerolzhofen auftraten, gefordert. 1776 Stunden betrug die in den Einsätzen geleistete Zeit.
Gerade bei den Uhrzeiten der Alarme stellte man fest, dass 90 der 122 Einsätze während der Hauptarbeitszeit zwischen 8 und 18 Uhr stattfanden. ‚Firmen, die ihre Mitarbeiter/Innen für Feuerwehreinsätze freistellen, sind entscheidend für eine ausreichende Mannschaftsstärke‘, so Feller. Nicht zu verachten sind auch zahlreiche Brandschutzbegehungen, Unterweisungen an Kindergärten und Schulen sowie diverse Dienstbesprechungen, die in letzter Zeit vor allem durch die Beschaffung eines neuen Rüstwagens gefüllt wurden. Zum Schluss begrüßte die Feuerwehrführung vier neue Mitglieder im Einsatzdienst.

Die Wahlen lieferten anschließend eindeutige Ergebnisse. Erster Bürgermeister Thorsten Wozniak, unterstützt von Stadtrat Thomas Vizl und Kreisbrandinspektor Alexander Bönig führten als Ausschuss die Wahlgänge. Dabei entfielen 62 Stimmen von 66 wahlberechtigten feuerwehrdienstleistenden Frauen und Männern auf Martin Zink für das Amt des ersten Kommandanten. Mit 65 gültigen Stimmabgaben erreichte Michael Mößlein die Unterstützung der gesamten Wehr als zweiter Kommandant. Bei der Wahl des Schriftführers bestätigte die Versammlung Johannes Schmitt ebenfalls eindeutig in seinem Amt.

Nahtlos folgte das Grußwort des Bürgermeisters. Er würdigte das unermüdliche Engagement der scheidenden Kommandanten und lobte den reibungslosen Führungswechsel. Er dankte für den ehrlichen und lösungsorientierten Umgang miteinander, der gerade bei den zahlreichen Neuanschaffungen für die Wehr erforderlich war. In der Amtszeit von Roland Feller und Stefan Hauck beschaffte die Stadt Gerolzhofen unter anderem die Drehleiter mit Rettungskorb, einen Einsatzleitwagen, das Tragkraftspritzenfahrzeug-Logistik und eine Drohne. 1400 Einsätze arbeitete die Feuerwehr Gerolzhofen mit Roland Feller und Stefan Hauck an deren Spitze in den letzten 12 Jahren ab.
Auch Kreisbrandinspektor Alexander Bönig schloss sich den Worten vom Bürgermeister an. Er dankte für die gute Zusammenarbeit und freute sich über die zwei neuen Nachfolger in der Feuerwehrführung.

Roland Feller bedankte sich bei seiner Mannschaft und seinen Vorstandsmitgliedern für den Rückhalt und die Hilfe, die er in seiner Amtszeit erleben durfte. Die Versammlung verabschiedete das Kommandantenteam mit stehenden Ovationen aus Ihren Ämtern. Die beiden werden der aktiven Wehr und somit dem Dienst an der Allgemeinheit weiterhin erhalten bleiben.

Für das kommende Geschäftsjahr lässt sich ein vorsichtiger Ausblick wagen. Neben Einweihungen von Gerätehäusern und Feuerwehrjubiläen ist wieder ein traditionelles Familienfest der Gerolzhöfer Wehr sowie ein Ausflug in Planung.

(wahleran/FFGEO)

Im Bild v.l.n.r: erster Bürgermeister Thorsten Wozniak, die neu gewählten Kommandanten Michael Mößlein und Martin Zink, scheidendes Führungsteam Roland Feller und Stefan Hauck mit Kreisbrandinspektor Alexander Bönig in deren Mitte.

Auch in der MainPost finden Sie einen lesenswerten Artikel:

https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/nach-zwoelf-jahren-zwei-neue-kommandanten-fuer-die-feuerwehr-gerolzhofen-art-10765336

Umfangreicher Ausbildungstag für die Jugend- und Einsatzabteilungen der Feuerwehr Gerolzhofen

Neben der Brandbekämpfung ist eine der klassischen Hauptaufgaben von Feuerwehren die technische Hilfeleistung bei Unfällen auf Verkehrswegen. Moderne Fahrzeugtechnologien und alternative Antriebe sorgen stetig für neue Herausforderungen bei der patientengerechten Unfallrettung und benötigen häufig nicht nur Flexibilität sondern auch Kreativität bei der Einsatzabwicklung.

Um die Grundlagen und einsatztaktischen Möglichkeiten aufzufrischen und zu vertiefen, führte die Feuerwehr Gerolzhofen in Zusammenarbeit mit der Firma weberrescue ein Seminar zur patientenorientierten Unfallrettung durch.

Da bei solchen Unfallszenarien häufig mehrere Feuerwehren mit Geräten zur schweren technischen Hilfeleistung zusammenarbeiten, lud die Feuerwehr Gerolzhofen auch die nächstgelegenen Wehren mit Rüstsätzen aus Donnersdorf, Oberschwarzach, Unterspiesheim und Unsere Patenwehr aus Volkach ein.

Am Vormittag schulten die beiden professionellen Ausbilder die Seminarteilnehmer in den theoretischen Grundlagen der Unfallrettung. Zu den Inhalten zählten Standard-Einsatz-Regeln, die es bei Verkehrsunfällen grundsätzlich zu beachten gibt sowie die Themen Erstöffnung, Versorgungsöffnung und Befreiungsöffnung in (fahrzeug-)technischer und taktischer Hinsicht.

Im Anschluss folgte das Praxistraining, in dem die Inhalte und die Vorgehensweisen bei der patientengerechten Unfallrettung beübt wurden. Um hier realitätsnah trainieren zu können, stellte Uns die Stadt Gerolzhofen das Betriebsgelände des städtischen Bauhofs zur Verfügung. Drei Schrottfahrzeuge präparierten die Mitarbeiter des Bauhofs so, dass realistische Übungszenarien entstanden.

Mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) und dem Rüstwagen (RW) der Feuerwehr Gerolzhofen sowie von der Firma WEBER-HYDRAULIK GmbH zur Verfügung gestellten Geräten übten die Einsatzkräfte an den Stationen. Simuliert wurden eine Standardlage, ein PKW auf der Fahrerseite aufliegend und ein auf dem Dach liegendes Fahrzeug. Im Vorfeld platzierte Rettungspuppen, die freundlicherweise von der Feuerwehr Knetzgau zur Verfügung gestellt wurden, galt es, patientenorientiert aus den Fahrzeugen zu befreien. Die vorweg erlernten, theoretischen Ausbildungsinhalte setzten die Lehrgangsteilnehmer hier direkt in die Tat um.

Parallel zur Ausbildung für die Einsatzabteilung absolvierte die Jugendfeuerwehr Gerolzhofen im Rahmen Ihrer Grundausbildung einen Erste-Hilfe-Kurs, der vom Bayerischen Roten Kreuz aus Schweinfurt in Unserem Schulungsraum durchgeführt wurde.

Vielen Dank an die Stadt Gerolzhofen, den Bauhof und Organisator Felix Kraus für Lehrgangsplanung. Ein Dank geht auch an die Ausbilder der Firma weberrescue, die alle Einsatzkräfte zielgruppenorientiert unterrichteten und praxisbezogen bei den Stationsübungen anleiteten. Danke auch an die Ausbilderin des BRK Schweinfurt, die zeitgleich Unseren zukünftigen Einsatzkräften die Grundlagen der Ersten Hilfe näher brachte!

wahleran/FFGEO)

Schnelles Eingreifen über Innenangriff und die Drehleiter verhindert Dachstuhlbrand

14:49 Uhr, Vollalarm für die Feuerwehr Gerolzhofen. Im vierten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Martin-Luther-Straße in Gerolzhofen stiegen Flammen und Rauch auf einem Balkon empor.

Da sich noch Menschen in dem Gebäude befanden, löste die ILS Schweinfurt mit dem passenden Schlagwort ,Rauchentwicklung im Gebäude, Person in Gefahr‘ den Alarm aus.
Der Löschzug – erweitert durch die weiteren Löschfahrzeuge der Gerolzhöfer Wehr – rückte umgehend an. Bereits auf Anfahrt ließ sich die Einsatzstelle durch die aufsteigende Rauchsäule lokalisieren.
Die durch den ersteingetroffenen Führungsdienst erkundete Lage vor Ort erforderte weitere Atemschutzgeräteträger, weshalb ein direkter Nachalarm für die Freiwillige Feuerwehr Dingolshausen erfolgte.

Da sich die Mieter der umliegenden Wohnungen noch nicht alle in Sicherheit befanden, räumte die Polizei Unterfranken zusammen mit der Feuerwehr das Gebäude.
Die unter schwerem Atemschutz ausgerüsteten Angriffstrupps besetzten die positionierte Drehleiter mit Rettungskorb und rückten parallel über das Treppenhaus zur verrauchten Wohnung, die sich entgegen der Erstmeldung im dritten Stockwerk des Hauses befand, vor.
Eine Personenrettung war zum Glück nicht erforderlich, jedoch brachten die Kräfte einen Hund aus der Wohnung ins Freie.
Mit einem Strahlrohr löschte man in der Wohnung befindliche Brandstellen, über die Steigleitung der Drehleiter bekämpfte man den Balkonbrand von außen. Durch das schnelle Eingreifen unterband man das Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl. Im Verlauf deckte die Drehleiterbesatzung die angrenzenden Dachziegel ab und löschte weitere Glutnester.
Anschließend unterstützte die Feuerwehr Gerolzhofen die Poliezi bei der Dokumentationsarbeit. Hier kam auch die Drohne der Feuerwehr Gerolzhofen zum Einsatz, die das Bildmaterial der Normal- und Wärmebildkamera direkt an den Einsatzleitwagen der Gerolzhöfer Feuerwehr übertrug.
Nach Kontrolle der Wohnung mit der Wärmebildkamera auf Hitzequellen und Belüften der Räumlichkeiten übergab die Einsatzleitung die Schadensstelle an die Polizei.

Die Bewohner versorgte der Rettungs- und Notarztdienst. Die Wohnung ist aufgrund des Brandgeschehens unbewohnbar.

Die umfangreichen Aufräum- und Reinigungsarbeiten der mit giftigen Rauchgasen versetzten Geräte und Einsatzkleidungen zogen sich bis in den späten Abend.

(wahleran/FFGEO)

Drohne einsatzbereit – neue Führungsmittel im Einsatzleitwagen installiert

Seit kurzem ist die Drohne der Feuerwehr Gerolzhofen bei der ILS Schweinfurt einsatzbereit gemeldet. Auf konkrete Anforderung kann diese über eine separate Funkmelderschleife zu Einsätzen alarmiert werden.

Um den Mehrwert der integrierten Dualkamera mit Restlichtverstärkung und Wärmebildkamera zu steigern, installierte man in Eigenleistung umfangreiche Möglichkeiten der Bildgebung.

Über einen WLAN-Sender an der Fernsteuerung der Drohne lässt sich das Kamerabild in Echtzeit in den ELW der Feuerwehr Gerolzhofen übertragen, der auf dem Dach mit einer LTE- und WLAN-Antenne aufgerüstet wurde.
Dem Führungsdienst ist es so möglich, im Einsatzleitwagen über einen der beiden schwenkbaren 24-Zoll-Monitore die Sicht aus der Drohne zu verfolgen. Der andere Monitor dient zeitgleich als Arbeitsplatz mit einer Internetverbindung.
Doch nicht nur in den Innenraum, auch nach außen ist eine Wiedergabe der Bilder möglich. Auf dem Stativ, das eigentlich für eine Lichtbrücke verwendet wird, lässt sich ein 32-Zoll-Monitor aufstecken und mittels HDMI-Verbindung und Stromversorgung aus dem Führungsfahrzeug betreiben.
Die komplette Technik kann mit Bordstrom versorgt werden. Über den im Geräteraum verlasteten 3kVA-Genarator wird dennoch zeitnah eine externe Einspeisung über die Ladehalterung am Fahrzeug hergestellt.

Den ausführlichen Bericht über die Drohne finden Sie hier.

Den Einsatzleitwagen 1 können Sie in Unserer Fahrzeugübersicht oder direkt hier einsehen.

Neuer Mannschaftstransportwagen

Wer Unsere Facebook-Seite aufmerksam verfolgt, hat Unsere neue Ersatzbeschaffung bereits bei ihrer Feuertaufe entdeckt:

Kürzlich konnte die Feuerwehr Gerolzhofen als Ersatz für ein 17 Jahre altes Fahrzeug, dass den technischen Anforderungen nicht mehr entspricht, einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW) in Dienst stellen.

Das Einsatzfahrzeug vom Typ ‚Ford Custom Tourneo‘ dient vornehmlich dem Transport von Material und Personal sowie als Zugfahrzeug für Feuerwehranhänger. Ohne feste Beladung ist der Mannschaftstransportwagen für vielseitige Logistikaufgaben einsetzbar. Gerade in der Jugendausbildung ist der MTW unverzichtbar.

Das Fahrzeug verfügt über eine LED-Sondersignalanlage mit integrierten Arbeitsscheinwerfern und Heckwarnanlage sowie Frontblitzer. Die akustische Warneinrichtung ist verdeckt eingebaut, um die Lärmbelastung in der Fahrgastzelle während der Einsatzfahrt zu minimieren und die optische Komponente aerodynamisch zu halten. Im Mannschaftstransportwagen finden acht Personen Platz, die über Schiebetüren auf beiden Seiten ein- und aussteigen können.

Das Fahrzeug erhält zukünftig noch eine Folierung, die sich in das Corporate Design der Feuerwehr Gerolzhofen einfügt.

 

Unseren kompletten Fuhrpark können Sie hier einsehen.

Die Fahrzeuge, die Uns bis zu ihrer Ausmusterung treue Dienste geleistet haben, finden Sie hier.

Gefahrgut-, Brandeinsatz und technische Hilfeleistung – drei Einsätze am Freitag erforderten Spezialgerät der Feuerwehr Gerolzhofen

Den Auftakt von einer Einsatzserie am Freitag bildete die Beseitigung einer Kraftstoffspur in der Hauptstraße in Rügshofen, die mit dem modularen Rollcontainer ‚Ölspur‘ des Tragkraftspritzenfahrzeuges-Logistik abgearbeitet wurde.

Gegen 15:15 Uhr erreichte dann das Hilfeersuchen einer Hausbesitzerin in Dingolshausen die Integrierte Leitstelle Schweinfurt. Infolgedessen löste die ILS Vollalarm für die Feuerwehren Gerolzhofen und Dingolshausen mit dem Schlagwort ‚Brand/Rauchentwicklung im Gebäude’ aus. Glimmende Schlacke aus einem Kamin war ursächlich für eine Verrauchung des Gebäudes. Die mit schwerem Atemschutz ausgerüsteten Einsatzkräfte untersuchten das vermeintliche Brandgut mit der Wärmebildkamera und stellten deutliche Wärmesignaturen fest. Um die Räumlichkeiten wieder bewohnbar zu machen, belüfteten die Feuerwehren das Gebäude abschließend mit einem Hochdruckbelüftungsgerät und nahmen Messungen mit dem Mehrbereichs-Gasmessgerät aus dem Einsatzleitwagen der Feuerwehr Gerolzhofen vor, die normale Werte ergaben. Die weitere Abarbeitung übernahm die Freiwillige Feuerwehr Dingolshausen.

Kaum zurück am Gerätehaus folgte ein weiterer Alarm. Um 15:57 Uhr forderte der Rettungsdienst zu einer Personenrettung die Drehleiter mit Rettungskorb der Feuerwehr Gerolzhofen an. Nach einer unschlagbaren Ausrückezeit war die Einsatzstelle am Ortsrand schnell erreicht. Noch während der Übergabe durch das Rettungsdienstpersonal brachte sich die DLK in Position und Anleiterbereitschaft. Allerdings war nach Absprache nur Personal zur Tragehilfe notwendig, die einen Einsatz des Hubrettungsgerätes nicht erforderte.

Unterstützung aus der Luft – Feuerwehr Gerolzhofen nimmt neue Drohne in Betrieb

Nicht nur die Fahrzeugtechnik wird auf dem aktuellem Stand gehalten – auch die Einsatzmittel werden den ständig wachsenden Anforderungen angepasst.

Ein Hexacopter vom Typ ‚Yuneec H520E‘ wird die Einsatzkräfte demnächst bei der Bildgebung und Erkundung aus der Luft unterstützen. Das hochpräzise Fluggerät findet bei verschiedenen Aufgaben seine Verwendung.

Die integrierte Dualkamera ‚E20Tvx Radiometric Camera‘ mit Restlichtverstärkung und Wärmebildkamera am Gimbal der Drohne liefert mit einer Auflösung von 640×512 gestochen scharfes Bildmaterial zur Fernsteuerung und zum Beobachtungsmonitor. Durch ihre radiometrischen Eigenschaften wird eine 20-fach höhere Sensitivität als beim menschlichen Auge erreicht. Bei Brandbekämpfungen und Sucheinsätzen können hier die Wärmesignaturen in verschiedenen Farbspektren deutlich visualisiert und gemessen werden. Dies ermöglicht ein effizienteres und sicheres Arbeiten mit gezieltem Personaleinsatz am Schadensort.
Die Bild- und Videoaufnahmen aus Normal- und Thermalsicht werden parallel zu den Anzeigegeräten am Boden übertragen. Durch vier austauschbare Akkus, die vor Ort im Einsatzleitwagen 1 der Feuerwehr Gerolzhofen geladen werden, ist ein dauerhafter Flugbetrieb ohne Ladezeitunterbrechungen möglich. Aus technischer Sicht beträgt die Reichweite des Hexacopters ca. 2000 Meter, die Flughöhe 500 Meter.

Aktuell bilden sich die Drohnenpiloten im Selbststudium über die rechtlichen und technischen Grundlagen aus und belegen eine Prüfung beim Luftfahrtbundesamt. In den kommenden Tagen finden nach bestandener Prüfung dann die Einweisungen auf die Drohne und Übungsflüge auf dem Gelände der Feuerwehr Gerolzhofen statt.

Vielen Dank an die Stadt Gerolzhofen für die reibungslose Unterstützung bei der Beschaffung!

Realbrandausbildung

In der vergangenen Woche ergab sich für acht Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Gerolzhofen die Möglichkeit, an einer Realbrandausbildung teilzunehmen.

In einer mit Festbrennstoffen befeuerten Containeranlage können realitätsnah Brände und die damit verbundenen, hohen Temperaturen erzeugt werden.
Unter Anleitung durch eine Fachfirma übten die Trupps das taktische Vorgehen und die Brandbekämpfung in verschiedenen Szenarien.
Beispielweise galt es, bei Nullsicht und Temperaturen um 200° Celsius durch eine Kriechstrecke vorzugehen und Räumlichkeiten nach Personen oder potenziell gefährlichen Gegenständen abzusuchen.

Die Szenarien besprach die Übungsleitung im Nachgang ausführlich mit den eingesetzten Teams. Eigene Erfahrungen und Erkenntnisse sowie Fehler sprach man an und festigte so das vorhandene und dazugewonnene Wissen.

Diese unverzichtbare Ausbildungsmöglichkeit trägt maßgeblich zur Sicherheit der Einsatzkräfte im Brandeinsatz bei.

Vielen Dank an Unsere Patenwehr, die Freiwillige Feuerwehr Stadt Volkach für die Einladung und Organisation sowie der Firma Atemschutz Röser für das Training!

Wichtiger Schritt zur Hygiene nach dem Einsatz – Fliesen-Meisterbetrieb Andreas Schmitt aus Gerolzhofen spendet Trainingsanzüge

Nach einem Einsatz unter schwerem Atemschutz sind die Schutzkleidungen der Atemschutzgeräteträger versetzt mit Rußpartikeln durch Rauchgase und anderen giftigen und gesundheitsgefährdenden Stoffen.

Um die Exposition der Feuerwehrkräfte mit diesen Stoffen so gering wie möglich zu halten, muss die Kleidung nach erfolgtem Einsatz zügig gewechselt werden.

Dies kann nun durch zehn gespendete Trainingsanzüge des Gerolzhöfer Fliesen-Meisterbetriebs Andreas Schmitt direkt an der Einsatzstelle erfolgen.

Die verschmutzte Einsatzkleidung wird danach luftdicht verschlossen zum Gerätehaus transportiert und in der eigenen Industriewaschmaschine gereinigt und wiederaufbereitet.

Im Bild (hintere Reihe v.l.n.r: Gerätewart Markus Gürsching, Fliesenmeister Andreas Schmitt mit Sohn Philipp, die Gerätewarte Rouven Matt und Daniel Fella; vorne v.l.n.r. Erster Kommandant Roland Feller mit Leiter des Atemschutzes Albin Dittmeier)